LRS-THERAPIE

20160526 Sprachfit 0264

Die Lese-Rechtschreibschwäche kurz LRS (auch Legasthenie genannt) gehört zu den Lernstörungen und ist damit eine Entwicklungsstörung, von der 6-10% der Gesamtbevölkerung betroffen sind. Betroffene Kinder zeigen im Vergleich mit Gleichaltrigen Schwierigkeiten beim Schreiben (Dysgraphie) und/oder Lesen (Dyslexie). Auch kann das Rechnen (Dyskalkulie) beeinträchtigt sein.

LRS ist eine Teilleistungsstörung, d.h. das Kind hat bei einer durchschnittlichen oder über- durchschnittlichen allgemeinen Begabung ausschließlich in den Bereichen Lesen und/ oder Schreiben große Schwierigkeiten.

Folgende Hinweise weisen auf die Problematik LRS hin:

  • Beim Lesen kann eine geringen Lesegeschwindigkeit vorliegen und häufig werden Wörter oder Wortteile ausgelassen, vertauscht oder hinzugefügt. Oft kommt es zu erschwertem Lesenlernen, Ratestrategien und fehlendes Leseverständnis.
  • Beim Schreiben werden Buchstaben vertauscht, ausgelassen oder hinzugefügt. Der Regelerwerb fällt schwer und Wörter werden auch nach intensivem Üben fehlerhaft geschrieben.

Eine manifeste LRS ohne Unterstützung kann zu Schulangst, Depressionen, Unaufmerksamkeit,  motorischer Unruhe, Frustration und psychosomatische Erkrankungen wie Bauch- oder Kopfschmerzen führen.
Durch eine LRS-Förderung können deutliche Fortschritte im Lese-Rechtschreibbereich, aber auch im psychosozialen Bereich erzielt werden.

Hilfreiche Informationen zu diesem Thema bieten die Fachverbände und Vereinigungen. Auf deren Internetseiten findet man auch Tipps und Hinweise bei der Suche nach der richtigen Unterstützung.

Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.:  http://www.bvl-legasthenie.de/

Dachverband Legasthenie Deutschland: http://www.legasthenieverband.org/

Kurz und kompakt- Wie komme ich zur LRS- Therapie?

  • In unserer Praxis bieten wir LRS-Therapie als Einzel- und Gruppentherapie an.
  • Nach dem Beratungsgespräch und eingehender Diagnostik wird für Sie ein individueller Therapieplan erstellt.
  • Die Frequenz der Therapiesitzungen richtet sich nach dem Individualfall. In der Regel finden die Sitzungen zwischen ein- und dreimal wöchentlich statt.

Kosten:

Die Krankenkassen tragen die Kosten der Legasthenie lediglich für die Behandlung körperlicher oder psychischer Erkrankungen, die Folge der LRS sein können. Das bedeutet, die Kosten für die LRS selbst werden von den Krankenkassen nicht getragen.

Unter bestimmten Umständen ist jedoch eine Finanzierung der LRS-Therapie durch das Jugendamt möglich. Hierfür ist ein Antrag auf “Eingliederungshilfe“ zu stellen. Wird der Antrag genehmigt, trägt das Jugendamt die Kosten. Die gesetzliche Grundlage findet sich im § 35a SGB VIII.

In allen übrigen Fällen sind die Kosten für die LRS-Therapie selbst zu tragen.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wir beraten Sie gerne, erstellen ein individuelles Angebot oder unterstützen bei der evtl. Antragstellung. Oder rufen Sie uns unter 089/13939696 an oder nehmen Sie Kontakt über unsere Emailadresse auf: info@sprachfit-praxis.de